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Personenschifffahrt im Regierungsbezirk Schwaben

Autor:
Dr. Walter Kiefl
Verlag:
Mentalibre Verlag, München
Erscheinungsjahr:
2015
Sonstiges:

Taschenbuch
84 Seiten
Preis 10,00 €
ISBN 978-3-940223-11-1

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Oder direkt beim Autor.
Leseprobe
1. Einführung

Fahrgastschiffe sind etwas Besonderes.
Sie sind Inseln der Entspannung.
Man fährt nicht mehr nur, um transportiert zu werden,
sondern des Vergnügens wegen und um dabei Schönes zu erleben,
Wissenswertes zu erfahren und Kraft zu schöpfen.
Dieses Potential gilt es zu nutzen. (Dieter Schubert)

Abgesehen von der Flößerei auf Lech, Iller und Donau und vom Waren- und Personenverkehr auf dem Bodensee hat die Schifffahrt auf den Seen und Flüssen im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben im Vergleich zu Oberbayern erst spät begonnen, so dass dort – sieht man vom Bodensee ab – die Dampfschiffära fast spurlos vorübergegangen ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen sind die dortigen Seen ziemlich klein – der Alpsee bei Immenstadt als größter natürlicher See bringt es auf nicht einmal zweieinhalb Quadratkilometer (zum Vergleich: Chiemsee: 84 Quadratkilometer, Starnberger See: 57 Quadratkilometer, Tegernsee: 6,9 Quadratkilometer) – und zum anderen hat sich der Fremdenverkehr abseits der Wintersportgebiete dort später und weniger intensiv bemerkbar gemacht als in den benachbarten östlichen Regionen. Somit hat es in Schwaben bis zur 1955 erfolgten Betriebsaufnahme der Forggenseeschifffahrt keinen touristischen Personenverkehr auf dem Wasser gegeben. Dabei hat die Personenschifffahrt für das hier behandelte Gebiet früher als wichtiges (meist „Einweg-“) Transportmittel bei der Auswanderung der Donauschwaben von Ulm über Wien nach Südosteuropa (*2) große Bedeutung gehabt.

In diesem Buch sind alle früher und gegenwärtig (2014) dem öffentlichen Verkehr dienende, namentlich registrierte, mit Maschinenkraft (Dieselmotor, Elektroantrieb, Solarantrieb) oder Segel betriebene und Personen befördernde Schiffe erfasst, die vollständig in Schwaben liegende Seen befahren bzw. befahren haben oder – dies betrifft die Flussschifffahrt zwischen Ulm und Neu-Ulm – die wenigstens eine Anlegestelle im Regierungsbezirk Schwaben aufweisen. Der Verzicht auf die Einbeziehung der Bodenseeschifffahrt in diesem Band hat mit der eine Abgrenzung erschwerenden „Internationalität“ dieses Gewässers zu tun. Dem Auswahlkriterium der Reihe entsprechend müssten dann alle Bodenseeschiffe aufgenommen werden, die irgendwann einmal für mehr oder weniger kurze Zeit regelmäßig einen schwäbischen Hafen (d.h. Lindau) angelaufen haben. Da dies aber einen erheblichen Anteil sämtlicher Bodenseeschiffe seit 1817 betrifft, würde dies entweder einen entsprechenden Buchumfang erfordern oder die Aufteilung der Bodenseeflotte auf mehrere Bände. Letzteres hätte den Nachteil, dass keiner der noch geplanten eine vollständige Übersicht der Bodenseeflotte liefern würde. Die Lösung, den Bodensee als Ganzes in einem künftigen (und dann recht umfangreichen) Band zu behandeln, erscheint hier jedenfalls vorteilhafter, zumal eine erst 2013 erschienene Zusammenstellung über die von den einzelnen Eisenbahnverwaltungen bis über die Jahrtausendwende hinaus betriebene Bodenseeschifffahrt (die bis dahin den weitaus größten Teil der Verkehrsleistungen erbracht hat) an Informationsfülle, Vollständigkeit und Bildauswahl kaum mehr Wünsche offen lässt (*3).
Rezension

Klappentext

Der zweite Band der Reihe über die Personenschifffahrt im südlichen Mitteleuropa enthält neben den Daten historischer und aktuell eingesetzter Fahrzeuge auf den Gewässern im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben auch Hinweise auf Geschichte und Kulturgeschichte der Region und auf touristische Sehenswürdigkeiten und Attraktionen.

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